Haarausfall: Ursachen bei Männer und Frauen

Von Valerie Haselbach

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft und oft mit einem Gefühl von Unsicherheit einhergeht. Die Ursachen sind vielfältig, und je nach Geschlecht können unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen. In diesem Artikel werden die häufigsten Gründe für Haarausfall bei Männern und Frauen erläutert, sowie Tipps und Lösungen für den Umgang mit dem Problem gegeben.

Ursachen von Haarausfall bei Männern

Bei Männern ist Haarausfall meist genetisch bedingt und tritt in Form von androgenetischer Alopezie (erblich bedingter Haarausfall) auf. Diese Art des Haarausfalls wird durch eine Empfindlichkeit gegenüber Dihydrotestosteron (DHT) ausgelöst, einem Abbauprodukt des Hormons Testosteron. DHT greift die Haarfollikel an, wodurch diese schrumpfen und sich die Wachstumsphase der Haare verkürzt. Die Folge ist, dass die Haare dünner werden und schließlich ausfallen.

Andere Ursachen für Haarausfall bei Männern können sein:

  • Stress: Körperlicher oder emotionaler Stress kann den Haarzyklus stören und zu einem verstärkten Haarausfall führen. Telogenes Effluvium, eine Form des diffusen Haarausfalls, kann nach schweren Erkrankungen, Operationen oder psychischen Belastungen auftreten.
  • Nährstoffmangel: Ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Eisen, Zink, Biotin oder Vitamin D kann das Haarwachstum beeinträchtigen und zu Haarausfall führen.
  • Lebensstilfaktoren: Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und eine unausgewogene Ernährung können die Haarqualität negativ beeinflussen.

Ursachen von Haarausfall bei Frauen

Auch bei Frauen ist erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) eine häufige Ursache, tritt jedoch oft anders in Erscheinung. Während Männer eher Geheimratsecken und eine Glatze entwickeln, zeigt sich der Haarausfall bei Frauen häufig durch eine Verdünnung des Haares entlang des Scheitels.

Zusätzlich zu genetischen Faktoren können bei Frauen folgende Ursachen Haarausfall auslösen:

  • Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre und das Absetzen von Verhütungsmitteln können hormonelle Schwankungen verursachen, die den Haarzyklus beeinflussen und Haarausfall verursachen.
  • Schilddrüsenprobleme: Eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse kann den Stoffwechsel und damit auch den Haarwachstumszyklus stören.
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS): Diese hormonelle Störung kann Haarausfall durch eine erhöhte Produktion von Androgenen (männlichen Hormonen) verursachen.
  • Stress: Wie bei Männern kann auch bei Frauen starker Stress zu einem diffusen Haarausfall führen.
  • Nährstoffmängel: Eisenmangel ist eine häufige Ursache für Haarausfall bei Frauen, insbesondere während der Schwangerschaft oder bei starker Menstruation.

Gemeinsame Ursachen und Einflüsse

Es gibt Faktoren, die sowohl Männer als auch Frauen betreffen und zu Haarausfall führen können:

  • Krankheiten und Medikamente: Bestimmte Krankheiten (z.B. Autoimmunerkrankungen wie Alopecia Areata) oder Medikamente (z.B. Krebsbehandlungen) können zu Haarausfall führen.
  • Haarpflege und Styling: Häufiges Färben, Hitzestyling, straffes Binden der Haare oder aggressive Haarprodukte können das Haar schädigen und zu Haarausfall führen.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter wird das Haarwachstum langsamer und die Haarstruktur kann sich verändern, was zu einer natürlichen Ausdünnung führt.

Fazit

Haarausfall ist ein komplexes Problem, das durch viele Faktoren verursacht werden kann. Es ist wichtig, die zugrunde liegende Ursache zu erkennen, um die richtige Behandlung zu finden. Während genetischer Haarausfall oft nicht vollständig verhindert werden kann, gibt es viele wirksame Maßnahmen, um den Fortschritt zu verlangsamen und das Haarwachstum zu unterstützen. Egal ob Medikamente, natürliche Heilmittel, Lebensstiländerungen oder kosmetische Behandlungen – eine personalisierte Herangehensweise ist der Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung von Haarausfall.

 

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